Seinen und Josei Mangas

Dabei sein ist hier ausnahmsweise mal nicht alles ;-). Das Wort Seinen steht im Japanischen für junger Mann und bildet eine eigene Mangakategorie und ist für die Zielgruppe über 18 Jahre gedacht. Alternativ mit weiteren Kanji bedeutet es eher Erwachsener und steht dann mehr für Hentai-Manga. Den Ursprung fand der Stil mit Ninja Bugeicho von Shirato Sanpei, entstanden bereits in den frühen 50er Jahren. Bekannte Titel wären hier Akira aber auch Oh! My Goddess, Gantz Otaku, Monster von Urasawa Naoki oder Initial D und Zipang. Des weiteren gibt es unzähliche Seinen Magazine in Japan. Namhaft seien hier Ikki, Manga Times, Comic Bunch, Evening, Super Jump oder gar Ultra Jump erwähnt. Selbstverständlich gibt es auch etliche Seinen Animes, Infos dazu findet ihr in der Serien Sektion. Seinen gegenüber steht Josei, hin und wieder auch als Josi bekannt. Josei ist der Begriff für Frau und auch hier geht es an Damen über 18 Jahre. Bekannter in Japan ist allerdings das Pseudonym Ladies Comics. Diese wurden erstmals in den 60er Jahren entwickelt, traten aber nur in Frauenzeitschriften auf. Die ersten Mangamagazine mit diesem Thema gingen sogar allesamt unter und hatten keinen Erfolg. Mit dem Magazin Mimi jedoch gelang es den Weg von Shojo zu Josei zu kompensieren, als junge Leserin wuchs man quasi mit seinen helden selbst heran. Letztendlich trat dann mit dem Magazin Be Love der Joseimanga in Erscheinung. Nach erneuter Flaute kam er stärker zurück wie zuvor und ist nun ein fester Bestandteil der Manga Szene und somit auch nicht mehr wegzudenken. Ein schöner Ladies Comic ist u.a. Hotaru no Hikari, Jewelry Connection von Noma Miyuki, Inochi no Utsuwa von Uehara Kimiko, Happy Mania oder Hi no Ryo-sen und Waru um nur wenige zu nennen. Auch hier gibt es mehr im Serien Guide. Wer detailierte Informationen wünscht, suche Seinen Wiki oder Wiki Josei Toda im Netz, dort hat alles "seinen" Sinn, könnte man sagen und jeder wird "seinen" Meister finden.

Die Comic Seifenoper?

Josei und Seinen - oder sollen wir es Seifenoper nennen? Zumindest gleiten manche thematisch in eben diese Kategorie ab.

Ziehen wir dafür doch mal Das Haus der Zankdämonen von Ide Chikae in nähere Betrachtung. Gut, die Serie lief gute 3 Jahre in regelmäßigem Ryhtmus, was unweigerlich an Lindenstraße und Co erinnert. Dafür allerdings wurde es auch mit unterhaltsamen Horrorsequenzen geschmückt und handelt von Twen Youko die bald die Mutter ihres langjährigen Freundes trifft. Die Schwiegermutter ist wie so oft aber wenig begeistert und tyrannisiert das junge Glück wo sie nur kann. Als Kind hatte sie bereits vom Rasetsu dem Zänkdämonen gehört und so will Twen nie so werden. Die Rasetsu Alternative bringt zwar auch die junge Heldin hier und da an den Rand des Zorns, aber sie wird nie wie ihre Mutter in spe. Siehe auch Rasetsu no hana. Heute sind vor allem Mahou Seinen sehr beliebt.